IKG Stockerau
Schiessstattgasse

1903
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Erbaut
Built
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1903
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Letzter Rabbiner
Last Rabbi
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Prof. Arnold Frankfurter (Wien)
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Erste Erwähnung der Gemeinde
First
Mention of the Community
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1874
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Bezirke
Districts
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Stockerau, Korneuburg, Langenzersdorf
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Anzahl der
Gemeindemitglieder
Number of Community Members
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1938-132
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Pogromnacht
Pogrom Night
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nicht zerstört
not destroyed
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Nach 1938
After
1938
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Enteignet und in eine Kirche umgewandelt
Expropriated
and transformed into a church
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Bis Heute
Until Today
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Protestantische Kirche
Protestant
church
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Die
erste Erwähnung einer jüdischen Gemeinde in Stockerau stammt aus dem
Jahr 1874. In diesem Jahr richtete der Minjan-Verein der Gemeinde einen
Friedhof in der Schiessstattgasse östlich des städtischen Friedhofs
ein.
1903
wurde die Stockerauer Synagoge in der Schießstattgasse errichtet. In dem
im historistischen Stil erbauten Gebäude fanden 200 Personen Platz. Der
Eingang zum Betraum bestand aus einer Vorhalle mit nach aussen zu
öffnenden Türflügeln. An den Seiten des Eingangs befand sich
jeweils eine Tür zu der Frauenabteilung. 1910 konstituierte sich die
„Israelitische Kultusgemeinde Stockerau“. Die Kultusgemeinde gründete eine
Chewra Kadischa und einen Israelitischen Frauen-Wohltätigkeitsverein.
Neben der Synagoge in Stockerau unterhielt die Kultusgemeinde ein Bethaus in Korneuburg
am Hauptplatz Nr. 19. Prof. Arnold Frankfurter aus Wien fungierte in der
Stockerauer Gemeinde als Rabbiner. 1938 enteigneten die Nationalsozialisten die
Synagoge in Stockerau. Sie funktionierten das Bethaus zu einer evangelischen
Kirche um und versahen das Gebäude mit einem Glockenturm. Am 6. November
1938 wurde das Gebäude als Luther-Kirche eingeweiht.
Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurde die ehemalige Synagoge an die Israelitische Kultusgemeinde
Wien als Rechtsnachfolgerin der IKG Stockerau zurückgestellt. Daraufhin
verkaufte sie das Gebäude an die Evangelische Kirche. Das Haus dient heute
noch als protestantische Kirche.
Literatur:
- Genée,
Pierre, Synagogen in Österreich, Wien, 1992
- David, Jüdische Kulturzeitschrift
in Österreich
Summary in English:
The earliest record of a Jewish community in Stockerau dates
from 1874, when the community’s Minyan Association installed a Jewish
cemetery on Schießstattgasse, east of the municipal cemetery.
In 1903, the Stockerau synagogue, which
had seating capacity for 200 people, was built, also on Schießstattgasse.
In 1910, the Israelitische Kultusgemeinde Stockerau (Jewish Community of
Stockerau) was established. The community founded a chevra kadisha
(burial society) and a ladies’ charitable association. The congregation also
maintained a prayer house in the nearby town of Korneuburg, at 19 Hauptplatz.
Prof. Arnold Frankfurter from Vienna was rabbi of the Stockerau congregation.
In 1938, the Nazis expropriated the Stockerau
synagogue. The prayer house was converted into an Evangelical church, in which
a bell tower was installed. On November 6, 1938, the former prayer hall was
inaugurated as a Lutheran church.
After World War II, the former synagogue
was transferred to the post-war Jewish Congregation of Vienna, which was
the legal successor of the Stockerau congregation. The Viennese congregation
sold the synagogue building to the Evangelical Church. Today, the building is
used as a Protestant church.